Guttenbrunn-Lied

Text von Katharina Knebel  
Melodie von Johann (Jani) Schiller

Wo die Marosch langsam durch die Täler fließt
und ihr Wellenlied die Hügel ringsrum grüßt,
wo ein stolzer Kirchturm schaut ins Land hinaus,
da war meine Heimat, da war ich zuhaus.

Wo der gute Brunnen steht am Dorfesrand,
unser Ort nach seinem Wasser ward genannt,
wo die Väter bauten Häuser schmuck und fein,
da war meine Heimat, da war ich zuhaus.

Ahnenfleiß dort schuf ein kleines Paradies,
Müh und Arbeit Reichtum hinterließ,
Bauernhand einst schaffte, blühend Feld und Flur,
Heut noch zu finden, unsrer Arbeit Spur.

Wo man froh gefeiert hat und oft gelacht,
Brauchtum pflegte, Lieder und die schöne Tracht,
tanzte immer fröhlich um den Kirchweihstrauß,
da war meine Heimat, da war ich zuhaus.

Eines Tages riß der Einheit festes Band,
Heimaterde wurde plötzlich fremdes Land,
Häuser, Kirch und Straßen wurden langsam leer,
wer heute sucht die Heimat, findet sie nicht mehr.

Jetzt wir leben in der Ahnen freiem Land,
wo man helfend reicht uns fest die Bruderhand,
ob im Süden - Norden steht jetzt unser Haus,
hier ist neue Heimat, hier sind wir zuhaus.

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